Madras-Kämpfer

 

Die Geschichte der Madras-Kämpfer ist eine deutsch-deutsche Zusammenarbeit, die auch schon vor Zeiten der Wiedervereinigung stattfand und bis heute erfolgreich fortgeführt wird. Der Ursprung der Madras in Deutschland lag bei F.W. Perzelmayer, der diese Rasse nach Deutschland brachte.Da die Madras in der DDR nicht als Madras-Asil anerkannt wurden, konnte die Anerkennung durch Umbenennung in Madras Kämpfer erzielt werden.

Der Madras-Kämpfer ist ein mittelhohes, sehr bewegliches Huhn mit guter Bemuskelung, starken Knochen und verhältnismäßig aufrechter Körperhaltung. Die Madras werden der Gruppe der Kulang zugeordnet, zu der wir die Asil-Rassen ab eines Körpergewichts von 3 Kilogramm zählen, wie die Hayderabad, Kalkutta und unsere Madras. Diese Rassen sind ursprünglich im Süden Indiens beheimatet.

Derzeit sind sieben Farbschläge anerkannt: Wildfarbig; Blau-weizenfarbig; Blau-wildfarbig; Gold-weizenfarbig; Rotgesattelt; Rotgesattelt Weizenfarbig; Blau-Rotbunt.

Die Madras sind spalterbig, sodass die Tiere der einzelnen Farbschläge auch gekreuzt werden können. Natürlich können dann auch Farbschläge herauskommen, die nicht in die Einordnung der Musterbeschreibungen passen. Diese können, bei entsprechenden typischen körperlichen Rassemerkmalen durchaus wieder zur Zucht eingesetzt werden.

Wunschgewicht bei den Hähnen beträgt 3,0 bis 3,5 kg, das Gewicht der Hennen sollte bei 2,5 -3,0 kg liegen.

Das Gewicht der Bruteier sollte zwischen 50 g und 55 g liegen.

Folgende Zuchtziele sind zu priorisieren:

1. Vitalität der Tiere
2. Körperform der Tiere
3. Charaktereigenschaften, wie Brut- und Führungstrieb, Kampftrieb, ruhiges Wesen

Wie bei allen Kämpferrassen benötigt der Madras-Kämpfer eine längere Zeit bis zur körperlichen Reife als unsere Wirtschafts-Rassen. Der Aufbau des Körpers benötigt bei Hähnen sicherlich sieben bis acht Monate. Man kann ohne Übertreibung behaupten, dass Madras erst im zweiten oder dritten Lebensjahr zu ihrer vollen körperlichen Blüte gelangen.

Um den außergewöhnlich ausgeprägten Brut und Führungstrieb dauerhaft zu erhalten, ist es erforderlich, die Naturbrut zu nutzen. Dies stellt keine besondere Herausforderung dar, weil die Hennen nach der Ablage von mehreren Eiern, wenn diese dem Nest nicht entnommen werden, in der Regel beginnen, das Gelege zu bebrüten. Für unser Ausstellungswesen stellt sich die Schwierigkeit, dass die Natur-Brut frühestens im März beginnt und so die Reifezeit bis zur Präsentation der Tiere auf den Schauen eher knapp ist.

Die Küken können aber auch maschinell erbrütet werden, wobei die körperliche Entwicklung bei Jungtieren, die von einer Glucke geführt werden, deutlich schneller ist und auch das Verhalten bei künstlich erbrüteten Küken unterscheidet sich deutlich zu den natürlich erbrüteten und mit Glucke aufgewachsenen.

Weitere Details zu den Madras-Kämpfern können sie der Web-Site SV-Madras entnehmen.

Zuchtwart:
Heiko Sahm
Hohler Graben 3
57299 Burbach
0170 4101557
heikosahm@gmx.net